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Stadt Regis-Breitingen

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Aus der Geschichte der Stadt Regis-Breitingen

Nach bisherigen Unterlagen erfolgte die erste urkundliche Erwähnung von Regis im Jahre 1190. In einer Urkunde bestätigt Bischof Berthold von Naumburg dem Kloster Pforta seine Besitzungen, die das Kloster unter Bertholds Pontifikat erworben hatte. Dabei wird auch ein Albertus de Rigus genannt (Albert, Albrecht von oder aus Regis). (Quelle: "Breitingen und Regis - Ein Beitrag zu den beiden Ortsnamen",..., Dipl. Phil. Joachim Göschel, Festschrift anläßlich des Heimatfestes 1957, Rat der Stadt Regis-Breitingen)

In verschiedenen älteren Dokumenten schrieb man vom Ort und der Burg Riguz im Gau Plisni, im Jahr 1228 wurde Regis in der Bulle des Papstes Gregor IX erwähnt.

Das Dorf Breitingen mit seinem Rittergut wird 1265 erstgenannt.

Regis war bis 1815 das Vasallenstädtchen der Herren des Rittergutes auf Breitingen. Erst am 1.10.1920 vereinigten sich beide Orte zur Stadt "Regis-Breitingen".

Von herausragender wirtschaftlicher Bedeutung für die Kleinstadt Regis dürfte wohl das Jahr 1595 gewesen sein, als am 1.9. vom Herzog Wilhelm von Weimar unserem Ort das Marktrecht verliehen wurde.


Urkunde vom 1. September 1595 zur Verleihung des Marktrechts für den Ort Regis


Von gleicher Wirkung dürfte nur noch der bis in die jüngste Geschichte hinein reichende Braunkohlenbergbau gewesen sein. Bereits 1840 begann in unserem Territorium der Kohleabbau, in dessen Folge eine rasche industrielle Entwicklung einsetzte:

1842 - Eisenbahnanschluß,

1866 - Regis erhält eine Postexpedition,

1874 - Umwandlung in eine Postagentur,

1887 - Einrichtung einer Postagentur in Breitingen,

1895 - Eröffnung der Sparkasse usw.


Die Braunkohlegewinnung und -verarbeitung hatte aber nicht nur diese positiven Seiten. Im Umfeld von Regis-Breitingen künden zahlreiche Tagebaurestlöcher und Kippen vom Wirken der Kohlebagger. Das Breitinger Neubaugebiet wurde nicht ohne Grund vom Volksmund "Rußdorf" genannt, lag es doch in der Windrichtung der Brikettfabrik. Viele über lange Zeit gewachsene Beziehungen zu Nachbarorten, Verkehrswege und der ursprüngliche Charakter der Pleißenaue sind der Überbaggerung zum Opfer gefallen. Mit der Vereinigung 1990 mußte man sAnimierte Essechmerzlich erkennen, daß fast die gesamte Region vom Bergbau und der Kohleveredlung lebte, denn zugleich brach der Bergbau abrupt zusammen. Viele besonders jüngere Leute haben uns verlassen, um sich in den alten Bundesländern Arbeit und Brot zu verschaffen. Unsere Einwohnerzahl hat sich daher gegenüber der industrieellen Blütezeit des Bergbaus nahezu halbiert. Die vom Berbau verlassenen Gebiete sind heute wieder aufgeforstet, die Restlöcher haben sich mit herrlich klarem Grundwasser gefüllt und lassen uns für die nähere Zukunft hoffen, daß uns die industriellen Ballungsgebiete um Leipzig und Halle als Naherholungsgebiet entdecken.





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